Theresa Ullrich | Portrait-Fotografin

Fotografin Theresa Ullrich
Fotos: Rita Wittmann

was bisher geschah …

1983 in Hannover geboren
2003 – 2006 Berufsausbildung zur Fotografin
in Hannover
2006 Abschluss der Ausbildung zur Fotografin
2006 – 2007 Anstellung als Fotografin
in Hannover
2007 Beginn der selbständigen Tätigkeit als Fotografin
2010 Abschluss Bachelor of Arts/ Corporate Design
in Hildesheim
2009 – 2017 Fotostudio im Stadtteil Linden
in Hannover
2017 Umzug nach Siegen
Oktober 2020 Eröffnung Fotostudio auf dem Giersberg
in Siegen

 

Über die Arbeit als Portraitfotografin

Die Portraitfotografie erfordert sehr viel Empathie seitens des Fotografens.
Ich habe es immer mit Meschen zu tun, die für gewöhnlich nicht vor der Kamera stehen.
Die keine Posen beherrschen müssen wie Models. Die meine Anleitung benötigen. Und sie auch bekommen.
Denn das ist einfach der wesentlichste Punkt in der Portraitfotografie:
Sich auf die Menschen vor der Kamera einzulassen, damit sie sich auf das Fotoshooting einlassen können.
Sie locker zu machen. So dass sie nahezu sie selbst sein können.
Denn nur das macht erst aus einem oberflächlich schönen Foto ein Foto, bei dem auch „etwas rüberkommt“.

Das ist meine Aufgabe als Portraitfotografin – und ich liebe diese Aufgabe!

Im Laufe eines Fotoshootings werde ich manchmal gefragt, was ich denn am liebsten fotografieren würde. Selbst wenn ich länger darüber nachdenke, finde ich keine richtige Antwort darauf. Viele erwarten dann glaube ich, dass ich sage, wenn ich meine eigenen Ideen verwirklichen kann, wenn ich das „perfekte“ Foto schießen kann, oder so ähnlich. Niemand würde darauf kommen, dass ich zum Beispiel mit „Bewerbungsfotos“ antworte. Aber genauso ist es manchmal! Wenn ich kurzzeitig nicht mehr vernünftig arbeiten kann, weil mir durch das Gespräch mit dem Kunden mitten im Shooting vor Lachen die Tränen kommen. Dann ist das so ein Moment.

Und wieso ist das so?

Weil ich an jedem Fotoshooting, egal welcher Art, Freude habe, ich mich jedes Mal aufs Neue auf eine Person einlasse, und man vorher nie wissen kann, wie sich die Dinge entwickeln, denn das ist das Wundervolle: ich fotografiere Menschen und da passiert sowas nun schon mal …


„Machst du das eigentlich hauptberuflich?“

Das werde ich immer mal wieder von meinen Kunden gefragt.
Die Antwort lautet: „Ja, klar.“
Und dann denke ich manchmal so bei mir: „Warum eigentlich?“
Denn in der Mehrzahl wird die Fotografie heutzutage nebenberuflich angeboten. Warum ist das so? Nun, das hat verschiedene Gründe. Einer der wesentlichsten, ist vermutlich der, der dies überhaupt erst möglich gemacht hat: Der Wegfall des sogenannten Meisterzwangs im Fotografenhandwerk im Jahr 2005. Seitdem darf jeder, der mag, diese Dienstleistung anbieten.
Wie heißt es so schön: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Und das stimmt sicher auch.
Für den Kunden ist es letztendlich unerheblich, ob der/ die Fotograf/-in haupt- oder nebenberuflich arbeitet. Wer heute einen Autodikaten beauftragt, muss schließlich nicht zwangsläufig Abstriche bei der Qualität machen. (Sicher, es gibt auch Gegenbeispiele.)
Ich gehöre daher auch nicht zu den Fotografen, die behaupten, man muss diesen Beruf unbedingt gelernt haben (im Rahmen einer Berufsausbildung z.B.), um ihn mit Erfolg ausüben zu können. Und dennoch störe ich mich in der Tat manchmal am Ungleichgewicht der Ausgangsbedingungen für haupt- und nebenberuflich tätige Fotografen, das sich in erster Linie finanziell bemerkbar macht. Wer in einem anderen Job als der Fotografie angestellt ist, kann sich darüber freuen, dass sein Arbeitgeber die Hälfte seiner Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung beisteuert. Die Fotografen, die ihrer Arbeit hauptberuflich nachgehen, zahlen selbstverständlich immer 100 % alles selbst. Worum ich mich ebenfalls nicht drücken kann, sind die Gewerbesteuer und die Pflichtbeiträge in der Handwerkskammer (siehe auch: Kammerzwang).
Außerdem gönne ich mir noch den „Luxus“ einer Berufshaftpflichtversicherung.
Wie jeder Angestellte auch zahle ich Einkommensteuer auf meine Einnahmen, nachdem ich zuvor 19% (zur Zeit 16%) davon direkt abgegeben habe. Desweiteren gibt es bei mir zu jedem Auftrag tatsächlich auch genau eine Rechnung. Verblüffend – ich weiß. 😉
Was ich damit sagen möchte: Ich kenne kein anderes Berufsfeld als meines, das so viele Menschen weltweit begeistert und die mit dieser Begeisterung und ihrem Knowhow aus ihrem Hobby auch eine Einnahmequelle generieren. Ich ziehe den Hut vor allen Autodidaten (die dann meist auch Nebenberufler sind), die mich mit ihrer einer wahnsinnig guten Qualität ihrer Fotos regelmäßig umhauen. Finanziell vergleichbar werden wir allerdings nie sein.

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